Angeblich erreichen wir die selbstgesteckten Klimaziele nur dadurch,
dass wir den Verbrauch von Erdöl und Erdgas stark drosseln. Pessimistische
Stimmen setzen noch einen drauf, die sagen, dass wir den Punkt, an dem dies
noch möglich gewesen wäre, längst überschritten haben und das Erreichen dieser
Ziele nicht mehr möglich sei.
Ich sage: «Erst wenn der letzte Tropfen Erdöl verbrannt und
erst wenn der letzte Furz Erdgas verpufft ist, erst dann kann das Klima
ernsthaft gerettet werden. Von der Kohle ganz zu schweigen.»
Als ich noch ein kleiner Schnudderi war und zur Schule ging, war der Fokus in
diesen Dingen noch anders geartet. Von Energieträgern der Zukunft war die Rede.
Zu dieser Zeit berechnete die Zukunftsforschung, wie lange der Sprit, der in
der Erde lagert, noch reichen wird. Pessimistische Stimmen sprachen damals bereits
von fünfzig Jahren und wir wagten uns bei solchen Ansagen nicht auszumalen, was das bedeuten würde.
Gerade an der Zapfsäule. Vater kaufte damals vorsorglich einen abschliessbaren
Tankdeckel für seine Zitrone.
Wenn wir davon sprechen, dass die Vorkommen zur Neige gehen,
dann sprechen wir in erster Linie von Angebot und Nachfrage. Wir sprechen
aber auch von den Vorkommen, die noch in den tiefen Schichten des Emmentals stecken und
die bis heute unangetastet sind.
Hier komme ich ins Spiel. Wenn ihr mich am 14. Juni in den Gemeinderat
wählt, verspreche ich euch, dass wir die Bohrungen wieder aufnehmen werden, die
in den Siebziger- und Achtzigerjahren leichtfertig gestoppt wurden.
Die Erdölvorkommen, die in den Tiefen unterhalb von
Teufenthal oder Linden friedlich vor sich hin blubbern, versprechen für Thun
einen nie dagewesenen Reichtum. Das wird grossartig werden. Das heisst unter dem
Strich: Reichtum für alle!
Natürlich muss man vorher Teufenthal und Linden zurück ins
Gemeindegebiet holen, wenn es sein muss mit Gewalt. Die Gemeindegrenzen von
1635 müssen wieder hergestellt werden. Egal welche Mittel dafür legitimiert
werden müssen. Wo aber so viele Panzer nutzlos herumstehen wie in Thun, dürfte eine
solche Spezial-Operation zweifellos mit Erfolg gekrönt sein.
Sollte dabei wider Erwarten ein Blutbad drohen, so wie wir
es aus anderen Regionen der Schweiz und der Welt kennen, bohren wir das SCHWARZE GOLD
einfach schräg an.
Und bedenkt, wenn wir es nicht t(h)un, tut es ein anderer.
D J B r u t a l o @ S ç h n u l l i b l u b b e r.ç h