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29. Juli 2015 Greisvandalen Neulich sass ich in Bern in einem Tram der Linie neun und fuhr vom Bahnhof in Richtung Wankdorf. Neben mir, auf dem Einzelsitz unmittelbar hinter der zweithintersten Tür sass ein leicht verwahrloster Mann im Rentenalter. Als das Tram am Bahnhof losfuhr sah ich, dass besagter Mann einen blauen Stift (Ölkreide oder Farbstift) hervorkramte, womit er einen diagonalen Strich auf das Fensterbrett zog. Er sah sich verstolen um, und unsere Blicke trafen sich kurz. Mit einem schelmischen Lächeln gab ich ihm zu verstehen, dass ich diesen Akt gröberen Vandalentums sehr wohl beobachtete. Bei der übernächsten Haltestelle stieg er aus und verschwand zwischen zwei Häusern in einem der unzähligen Schlupflöcher der Berner Altstadt. Leider kam ich nicht mit ihm ins Gespräch und habe somit auch keine Ahnung, wozu er diese Markierung anbrachte. Später in einem anderen Tram dieser Linie sah ich ähnliche Markierungen an der selben Stelle. D J B r u t a l o @ S ç h n u l l i b l u b b e r.ç h (306/35) |
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