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02. September 2026

To Pilz, or not to Pilz

kulinarisch bedeutungslos

Wie jedes Jahr geht nun auch 2026 die Pilzsuche wieder los. Nachdem am Wochenende bereits die ersten mit ihren Funden im Internet herumgeprahlt hatten, war es heute bei mich Höchste Eisenbahn, auch mit der Suche zu beginnen. Wie schon im vergangenen Jahr legte ich meine Suche erneut auf ein Kilo Steinpilze an und schnürte Fouragierzeug und Gefässe.

Streng nach der eisernen Regel, nur solche Pilze einzusammeln, die ich auch kenne, zog ich los.

Viele vertreten angeblich eine andere strenge Regel. Nach der nur solche Pilze einzusammeln sind, die man essen kann und die insbesondere auch geniessbar und bekömmlich sind. Diese Regel hat für mich nur eine untergeordnete Bedeutung. Zum Beispiel im nämlichen Fall, wenn ich auf der Suche nach essbaren Exemplaren dieser doch eher bizarren Lebensform bin.

Wenn ich aber für meine jüngste Tochter Pilze sammle, die sie trocknen und für die Naturkundearbeit in ihr Heft einkleben kann, ist es schnurzegal, ob die Burschen essbar sind oder nicht. Von grosser Bedeutung dabei ist die Wissenschaft. Zu wissen, um was für ein Pilz es sich handelt und wie er einzuordnen ist. Ein Steinpilz ist kein Stinkfussschnödling, ist kein Schwefelporling.
Oder ein Freund ist auf der Suche nach einem Pilz, der ihm, ohne Spuren zu hinterlassen, die Erbfolge zu seinen Gunsten richtet. Dabei nützt es ihm herzlich wenig, wenn ihm der eingesammelte Pilz fremd und er am Ende sogar noch essbar ist.

D J B r u t a l o @ S ç h n u l l i b l u b b e r.ç h

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