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04. Juni 2007

politisches Geb├Ąck

Knutfell

"Knut ist überall" könnte dieses Bild heissen, heisst es aber nicht. Es ist Pappelsperma, welches in alle Ritzen fliegt und sogar probiert mein Wohnklo durch die Luftschlitze meiner schräggestellten Fenster hindurch zu schwängern.
Ein unverkennbares Zeichen, dass der Sommer da ist. Auch ein unverkennbares Zeichen dafür dass der Sommer da ist: In der Migros in Thun gibt es wieder "Spargeln".

Das geile an der Deutschen Sprache ist deren Verformbarkeit. Gerade als Schweizer - mich versteht hier in Deutschland kaum jemand - geniesse ich mein sprachliches Unvermögen geradezu. Die Entschuldigung "Das ist eben ein Schweizerdeutscher Ausdruck!" wird immer gern gehört und nicht selten mit stehenden Ovationan honoriert.

Der Dachboden(extra für Dich Schewinsky) ist in der Schweiz der Estrich, der wiederum beschreibt in Deutschland einen Bodenbelag.

Dass die Migros-Gemüsebeschrifter also das unzählbare Brünstbrunzgewächs mit einer nichtexistenten Mehrzahlform versehen, hat nichts mit der in der Schweiz so beliebten Spargel(der)zählerei zu tun, sondern zeugt von intensiv gelebtem Sprachverständnis. Fast möchte man von einer trappatoniesken Wortartkommutation sprechen, nämlich wenn plötzlich aus Dingwörtern astreine Adjektive emporsteigen, wie einst Phönix aus seiner Asche.
Hätte man damals nicht zu früh gelacht in der Heimat von Goethe und Schiller und den armen Mann konsequent seine Ausführungen machen lassen. Logischerweise muss es noch etwas geben dass "am allerscheissesten ist", scheisser noch als Zweiter. Den Meistertitel UND den Pokal versemmeln. Der FC Basel konnte entsprechendes Unglück nur mit einer Elfmeterschiesserei abwenden.

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Wer auf romantische Dinners steht, dem sei die Tage ein Besuch bei Oma (Omas Apotheke) zu empfehlen. Die auf der Schanzenstrasse aufgereihte Kette von einsatzbereiten Mannschaftswagen (Peter-Mobilé) der behelmten Polizei, füllen den Schankraum diskret mit blauen Lichtblitzen auf.
Beim verträumten zischen von diversen Kristallweizen, schaut man den Römern zu, wie sie in Zweierkolonne und im Laufschritt um den Block rennen. Diejenigen, welche ohne Helm und Schild zurück rennen, haben sich unvorsichtigerweise bis an die Rote Flora herangewagt.
In der Roten Flora wohnen die Gallier und machen sich warm für den G8-Gipfel.

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In Heiligenbimdamm indes, ist nun der millioneneuroteure Sicherheitszaun zusammengepommert, so dass die Regierungschefs der sieben grössten Wirtschaftsmächte und Putin in Ruhe spargeln können. Zum Frühstück gibt's G8-Gipfeli vom Störtebäcker.

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Bewegende Bilder beherrschen die Szene in der Web 2.0 Novela: TTHäbeni

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D J B r u t a l o @ s c h n u l l i b l u b b e r . c h

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