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28. März 2005

albtraumhaftes

Hineinwerfen


Ihr kennt sicherlich das Gefühl: man fällt in ein riesengrosses Gefäss mit steil abfallenden, vertikalen Wänden. Zuunterst ist das Gefäss mit eiskaltem Wasser gefüllt. Der grimmig dreinschauende Fisch, der zur Begrüssung kommt tut einem nichts, aber man weiss, gleich verschwindet er wieder in der Dunkelheit um die restlichen Piranhas aufzuschrecken, welche in der Abgeschiedenheit gerade ihre letzte Malzeit verdauen.

Gelegentlich durchlebe ich in meinen Albträumen einen weiteren nichtanrechenbaren Diensttag in der Schweizer Armee. Letztens ging es darum in der uns zugeteilten Zivilschutzanlage ein Bett für die nächsten drei Wochen zu ergattern. In so einem Moment gilt es einiges an Umständen zu beurteilen und dann die "richtige" Wahl zu treffen, damit man  sich nicht die ganze Zeit schlaflos im Schlafsack wälzt und sich ärgert. Die meisten Kriterien drehen sich um die umliegenden Kriegskameraden (schnarchen, schreien, riechen...). Ein besonders frecher Obwaldener (Temposünder, Grossmaul) ärgerte mich bereits in dieser schwieriger Stunde und ich sah mich veranlasst  ihm einen Finger abzubeissen.

Sollte ich in Zukunft wirklich jemandem den  Finger abbeissen - kann ich das dann auf ein postmilitärisches Trauma zurückführen? Ja gar die Schweizerische Armee dafür verantwortlich machen?

Das Bild gibt eine Anregung für all diejenigen unter Euch, welche schon lange nicht wissen, was sie den aufstellen sollen, damit andere Mitmenschen etwas hineintun. Das Design wurde von einem Bayrischen Automobilkonzern ausgeklügelt und die Kategorie unter welchem ich das Bild bei mir abgespeichert habe ist grossräumig mit "Kehricht" ausgeschildert.
Weiter Bilder aus den Kategorien Post, Almosen und Hundekot sind in Vorbereitung.

Weniger erfreulich sind die Nachspiele welche durch ein ausser Kontrolle geratenes Getrampel neulich am Ende des Länderspieles Iran-Japan zustande kamen. Dreissig davon werden in Spitälern, fünf auf Friedhöfen ausgetragen.


D J B r u t a l o @ s c h n u l l i b l u b b e r . c h

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