263x125

dringender Blödsinnalarm
powered by Lukrativ Comics Thun


Letzte Einträge


die Blogrolle 

Die Archive

HAMBURG -> nürnberg (2007) 

Der zwölfstöckige Wohnblog (2006) 

Bier und Wurst (2005) 

The Iran files Vol 2 (2005) 

The Iran files Vol 1 (2004) 

The Iran files Vol 2 (2005)

 20. April 2005 1000 & die letzte Nac
 19. April 2005 Grafitti im Gottestaat
 18. April 2005 Auf dem Donnerbalken
 17. April 2005 Hanf dampft die Gassen
 16. April 2005 Schwerathletik
 13. April 2005 Schont Eure Bildschirme!
 10. April 2005 grosse und kleine Tiere
 06. April 2005 tote Männern
 05. April 2005 Die Kiloportionen
 04. April 2005 mein Senf zum Papsttod 05
 03. April 2005 politische Schwierigkeite
 30. März 2005 Die PerserkatzenlĂĽge
 29. März 2005 Triebtäters
 28. März 2005 albtraumhaftes
 27. März 2005 LĂĽthi&Blanc
 26. März 2005 Japaner unterliegen uns
 19. März 2005 kurz zu Hause
 16. März 2005 Dem Mysthyrium Polos
 15. März 2005 Internet im Flugzeug
 12. März 2005 im Nixdorf
 09. März 2005 ...wie aus 1001 Nacht
 08. März 2005 Fehlschlag Bräu
 07. März 2005 heikle Daten
 06. März 2005 Mein erster Paykan
 05. März 2005 Gefährliche Fracht
 27. Februar 2005 Innenansichten(Output)
 26. Februar 2005 Innenansichten(Input)
 23. Februar 2005 La Guitar Pneumatique
 22. Februar 2005 Tod in Entenhausen
 21. Februar 2005 U-Bahn
 16. Februar 2005 HaarspĂĽhlungen
 15. Februar 2005 Zappa Fans
 14. Februar 2005 königliches GeflĂĽgel
 13. Februar 2005 Time Scrambler
 12. Februar 2005 Fussballignorant
 09. Februar 2005 Der Sarg der Konkurenz
 08. Februar 2005 Schneemoschee
 07. Februar 2005 paykanliebender Mashdi
 06. Februar 2005 Die Loswerdung der TTH
 05. Februar 2005 Skihazzys
 26. Januar 2005 Perspektiven
Spass mit Schnulliblubber

29. März 2005

Triebtäters

Gebissflora

Man glaubt gar nicht was sich alles in den Zahnzwischenräumen, bei mangelhafter Zahnhygiene entwickeln kann. Diese Aufnahme gelang meinem Zahnarzt bei der letzten Konsultation im Januar mit der Hilfe seines neuangeschafften Vierfarben-Rasternahfeldmikroskopes. Die Beläge sind grösstenteils pflanzlicher Natur und dienen der einheimischen Bakterienwelt als Nahrungsgrundlage. Direkt von der Farbenvielfalt abhängig ist der damit verbundene Mundstuhl.
Nach einer Mundspülung mit handelsüblicher Alkoholika (Tequila, Spiritus, Tapetenreiniger) reduzieren sich die Farben dramatisch, die Wirkung ist aber nur eine kurzfristige und wer bereitet sich schon durch Einnahme der oben erwähnten Flüssigkeiten auf einen Zahnarztbesuch vor.
Das Bild wurde mir soeben vom Zahnarzt meines Vertrauens per E-mail hektografiert. Der Gedanke an seine Rechnung erinnerte mich daran, dass ich mit meinen nunmehr 36.5 Jährchen vielleicht mal eine Bestandsaufnahme (Inventur) der Errungenschaften erstellen sollte.

Zuvorderst auf meiner Liste der pendenten Bestandsaufnahme gilt es eine Liste meiner Ängste (Zahnarztrechnung) zu erstellen. weil dies für mich aber ein eher heikles Thema darstellt, beginne ich mit einer etwas trivialeren: der Liste meiner Triebe. Interessieren tut mich einerseits, was von den animalischen Drängen der Frühzeit (Pubertät) den noch vorhanden ist, andererseits will erforscht werden, ob der Mensch in der Lage ist Triebe neu hinzu zu entwickeln, welche seinem Naturell (Jäger und Sammler) nicht entsprechen.

  • Der Fresstrieb ist mir, wie zu erwarten noch nicht abhanden gekommen. An dieser Stelle einen grossen Dank an das vegetative Nervensystem
  • Der Drang Dinge aus Kunststoff zu sammeln um sie dann später einmal mit Leim aneinander zu kleben und zu einem gesamtheitliches Ganzes zusammen zu fügen. Dieser Drang befremdet mich mit zunehmendem Alter, zumal er immer stärker wird. Dieser Drang geht wohl einher  mit dem Wunsch, nach meinem Tod nicht bloss durch einen schnöden Grabstein, der Nachwelt (dem Friedhofgärtner) in Erinnerung zu bleiben.
  • Der Trieb, wöchentlich zum Friseur zu gehen. In meinem Alter einfach nur "Normal". Auf ein gepflegtes Äusseres zu achten allerdings, kann wohl kaum als Trieb bezeichnet werden, vielmehr ist das krankhaft und mir deshalb nicht eigen.
  • Der Drang alkoholische Getränke zu konsumieren, wenn sich Gelegenheit dazu bietet, entwickelte sich erst nach meiner Pubertät und ist auf mein ambivalentes Verhältnis von Gesetz und Drogenkonsum zurückzuführen.
  • Zwanghaftes betrachten des Zustandegebrachten vor dem Exitus. Es wird oft tagelang nur EDV und Papier erzeugt, so dass jegliche Produkte morphologischer Statur, welche meinereiner Zustandebringung entsprangen, mit religiöser Ehrfurcht betrachtet und hinuntergespült werden.
  • ...

Das ganze wird mir zu intim und ich breche die Liste besser hier ab.
Die Zeit muss nun genutzt werden um aus dem Inhalt von Myriaden von Überraschungseiern und nutzlosen Puppenköpfen ein neues Fussballstadion für die Region zusammenzuleimen.


D J B r u t a l o @ s c h n u l l i b l u b b e r . c h

-

----------

Kommentare (0) - Neuer Kommentar eintragen