263x125

dringender Blödsinnalarm
powered by Lukrativ Comics Thun


Letzte Einträge


die Blogrolle 

Die Archive

HAMBURG -> nürnberg (2007) 

Der zwölfstöckige Wohnblog (2006) 

Bier und Wurst (2005) 

The Iran files Vol 2 (2005) 

The Iran files Vol 1 (2004) 

Bier und Wurst (2005)

 16. Dezember 2005 Gott in Hamburg
 09. Dezember 2005 Abenteuer Bierkauf
 03. Dezember 2005 Gefahren im Friesischen
 28. November 2005 Die toten Toten Hosen
 11. November 2005 Urlaubsreif mit Per√ľcke
 26. Oktober 2005 keine Macht dem Vogelgeri
 24. Oktober 2005 fear and loathing in H√§m
 04. Oktober 2005 Milleniumbabies
 30. September 2005 Merkel ist weg
 21. September 2005 ausgemergelt
 20. September 2005 Suppentag2005
 14. September 2005 Deutsche Superhelden
 29. August 2005 Letzte Werte
 19. August 2005 Karrierepl√§ne
 06. August 2005 Schweinkram
 29. Juli 2005 VWolfsburg
 21. Juli 2005 FC St. Pauli
 13. Juli 2005 Domsch√§nke
 30. Juni 2005 Das Thunerbier
 21. Juni 2005 Die Bavaria
 09. Juni 2005 Marvin Deprobot
 07. Juni 2005 Frauenplatz-r√ľckw√§rts
 01. Juni 2005 Maibaum Paradize
 31. Mai 2005 Der Langhaarnazi
 25. Mai 2005 Julias Vater
 19. Mai 2005 Bayerische Angusrinder
 13. Mai 2005 gschwind wie der Wind
 07. Mai 2005 Madonna und Brittney
 04. Mai 2005 der Schwarze Block
 29. April 2005 drohende K√ľnstlerwerdung
 26. April 2005 Mueseggmauer
 25. April 2005 Schweizerische B√ľrokrati
 22. April 2005 43Kilo Luftfracht
Spass mit Schnulliblubber

09. Juni 2005

Marvin Deprobot

Deprobot

Als Marvin001 (weitere wurden eigentlich nie gebaut) vor 78 Jahren seinen Dienst in der Kernkraftanlage in Thun antrat, feierte er einen nennenswerten Meilenstein seiner beruflichen Karriere als Roboter. Die Stelle war seine 750ste und erneut erwartete er durch seine neue Tätigkeit an verantwortungsvollem Posten, seiner Depression zu entfliehen. Bereits am zweiten Tag aber wusste er, dass er auch in Thun nicht glücklich werden wird.
Dass er ein Gedächtnis gross wie ein Planeten hat, war der BKW damals wie heute nicht von Nutzen und sie stellten ihn erst einmal ab, um den kostbaren Wechselstrom geschickt in das dreiphasige Stromnetz der näheren Umgebung einzuschleusen. Eine Aufgabe, die damals jeder angelernte Phasenprüfer in stark alkoholisiertem Zustand mit links geschafft hätte.
Zur Inbetriebnahme des zweiten Reaktorhauses vor etwa zwanzig Jahren, stellten sie ihm sogar eine zusätzliche "moderne" Computergesteuerte Überwachung zur Seite, die als Abfallprodukt der mitgelieferten Speicherüberkapazität, seine Aufgabe auch noch ausführte. Marvin hasste seinen Job von Tag zu Tag mehr. Der junge Schnösel der seine Arbeit machte war dermassen unterbelichtet, dass es Marvin nicht einmal Spass machte, ihn mit unsinnigen Instruktionen zu füttern. Gezielte Attacken welche ihn normalerweise in weniger als einer Zehntelssekunde in lästige Wiederherstellungsroutinen führte und ihn mit Wartungsprozeduren überlasteten die dann garantiert zu Störfällen  und mehrtägigen Betriebsunterbrüchen führten, in denen er, Marvin sein Ruhe hatte vom Gebrumme um seinen Kopf.
Ein unerträgliches Leben führte er hier. Der einzige Trost war bloss, dass die Betriebsdauer vom Kraftwerk absehbar und die Tage gezählt sind, nach geschätzten weiteren achtzig Jahren wird der Spuk vorbei sein.
Um ihm das Leben so unangenehmer wie möglich zu machen, haben sie ihm heute Morgen auch noch den Brandschutz gesperrt.

D J B r u t a l o @ s c h n u l l i b l u b b e r . c h

-

----------

Kommentare (0) - Neuer Kommentar eintragen