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03. Mai 2006

Lokaltermin: Terrorismus

balistische Experimente

Liebe Freunde und Freundinnen im Grossen Kanton, für das ungehobelte Tun von uns Schweizern möchte ich mich an dieser Stelle einmal entschuldigen. Obwohl wir von Euch eingeladen sind zu Gast bei Freunden zu sein, machen wir Eure Schnellzüge kaputt und setzen alles daran, Euch in der finalen Partie am soundsoten Juli zu demütigen und nach Hause zu schicken. Dass wir den FIFA Pokal holen, daran zweifelt in der helvetischen Provinz niemand.

Ich biete Euch als Ausgleich deshalb an, an den Internationalen Tuba und Susafon Tagen 2006 in meinem Garten teil zu nehmen.

Am ersten Mai hat die örtliche Regierung (das sozialdemokratische Flügeli wenigstens) einige Anwesende ziemlich enttäuscht indem sie bei der Ansprache des Sprechers der autonomen (Turbo?)Jugend ihre Plätze geräumt haben und ins Rathaus flüchteten. Als verantwortungsbewusster Demokrat erspähte ich die Vakanz und setzte mich auf die zweieinhalb freigewordenen Plätze unseres Bürgermeisters. Meine dreiste Tat brüskierte dann wiederum eine gegenüber sitzende Nationalpolitikerin in grünem Outfit und amphibieneskem Namen, welche prompt auch das Feld (oder sagt man den Teich?) räumte.

Die zur Schau gestellte Solidarität unserer politischen Ausschüsse imponierte mir. Das hätte ich denen nicht zugetraut.

Im Vorfeld der Erstmaikundgebung wurde der Polizeivorsteher einer Bierdusche unterzogen. Eine späte Rache an die Polizeiaktion gegen eine unbewilligte Demonstration. Beide Aktionen unoriginell wie ein plattgesessener Beamtenstuhl aber: hochgradig harmlos.

Ob die beiden Gemeinderäte deswegen das Weite suchten ist eine Möglichkeit. Ob sie aber unermüdlich an der touristischen Vermarktung Thuns bastelten eine andere. Nach der ICE-Katastrophe von vergangenem Freitag stehen der "Stadt der Alpen" neue Wege offen. Eine städtepartnerschaftliche Tourismusallianz mit Timmendorfer Strand ist endlich denkbar. Mit einem alljährlichen Sandskulpturen Wettbewerb im alten Lachenstadion. Die Überreste des zu Klump gefahrenen ICEs transportieren den Sand von der Ostsee nach Thun.

Auch wenn das nur Wunschträume bleiben, wundert mich, dass die Ursache der ICE-Katastrophe noch nicht ausbaldowert ist. Einzig: menschliches Versagen wird nicht ausgeschlossen. Entweder ist die Erfindung der Eisenbahn daran Schuld oder aber der Internationale Terrorismus. Warum eigentlich nicht?

Zwar immer noch ganz Ferrosexueleler konnte ich mich dennoch von den Ekstasen von Krupp und Rost lösen und freute mich auf das kulturelle Rahmenprogramm, welches mit der Ländlerkapelle Uristier (Toiletcore from the Cheerplatz) einen Jahreshöhepunkt bildete und schon jetzt als legendär einzustufen ist. Der Pogo war wieder einmal vom feinsten. Das Hinfallen auf die nicht ans Rathaus geworfenen Kopfsteine hinterliess besonders schöne Schürfwunden. Leider sind die herumfliegenden Kinder noch so klein, dass sie beim unkontrollierten herumhampeln andauernd meine Kinnlade mit ihren kaum zugewachsenen Fontanellen malträtieren.

"Alter Mann räumte das Feld frühzeitig". Müsste eigentlich die Schlagzeile in der Lokalzeitung lauten. Ob ich beim Pogo oder der Bürgermeister bei der Wahrnehmung der politischen Verantwortung gemeint ist kann jede/r selber entscheiden.

zweischneidige Schwerter und einschärige Pflüge an


D J B r u t a l o @ s c h n u l l i b l u b b e r . c h

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