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10. Juli 2006

Held der Woche

Maky Burger

Zurück aus der Mittagspause im Café "Chez Maky", den Wanst ordentlich mit Maky Burger gefüllt, erinnerte ich mich plötzlich, was ein Maky ist. Den Nachmittag habe ich mich dann liegend  darauf konzentriert ein ansehnliches Gewölle hervor zu würgen. Erfolglos, vielleicht war's ein knochenloses Koboldmaky oder aber: meine Verdauung ist nicht für das Erstellen von Gewöllen zuständig.

Es ist das Wahlplakat, welches ich in das Bild hinein montiert habe, das den Blick irritiert. Es ist natürlich nicht das Bild von Häuptling Heulender Hammer. Vielmehr ist es das Portrait vom Held vergangener Woche, welcher auf originelle Art den grassierenden Firmen Spam entlarvt hat.

In "der Firma", meinem Brötchengeber hat es sich in letzter Zeit eingebürgert, dass wenn MitarbeiterInnen die Firma verlassen, in irgend einem Büro, in irgend einem Ort in der Schweiz, eine Sammelbüchse für ein adäquates Abschiedsgeschenk aufgestellt wird. Wenn man sich schuldig fühlt, in Brot und Lohn zu bleiben, so kann man da hin dackeln und Moneten hineintun. Der Einfachheit halber wird die Aufforderung, die Sammelbüchse ordentlich mit Geld zu füttern, per E-Mail verteilt, und zwar gleich in die Mailboxen der gesamten Belegschaft. Diese Gewohnheit ist schlichtement eine Frechheit. Denn dass man bei einer geschätzten Belegschaft von etwa 1000 Angestellten nur die wenigsten der scheidenden kennt, liegt auf der Hand.
 
Was aber dem Ei des Kolumbus den Nagel auf die Krone schlug, war eine wöchentliche Aufforderung, eine Sammelbüchse für das Abschiedsgeschenk einer Unbekannten in Hombrechtikon aufzufüllen. Nur für den Fall, dass man das nicht schon gemacht hat versteht sich.

Meinem "Held der Woche" ist daraufhin offenbar der Kragen geplatzt und er stellte sich kurzerhand selber der gesamten Belegschaft vor. Angeklebt an seine E-Mail (an alle) klebte er ein Portrait auf welchem er mit einer Krone zu sehen ist. Mit dieser Aktion sorgte er für einiges Aufsehen und weckte sogar die eine oder andere Pappnase in Afrika auf, welche von besagter "Firma" in die Wüste geschickt wurde.

Ich hoffe, dass er mit dieser couragierten Aktion nicht seinen Job gefährdet hat. Wenigstens hat er uns einen Grund gegeben, wenn die Zeit gekommen ist, die für ihn bestimmte Sammelbüchse auffüllen zu gehen, schliesslich wird Originalität in Firmen wie "unserer" viel zu wenig belohnt.

***

Nun doch in Malawi sind The Three Häbeni, ohne sich aber wie Amerikanische Touristen aufzuführen, geht es natürlich nicht.

grüssen tut Euch

Euer Blogwart, der Makysteiger

D J B r u t a l o @ s c h n u l l i b l u b b e r . c h

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