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11. November 2013

Hammer Business

voll behämmert
Nun ist es also wieder einmal soweit, nun nehmen sie uns Männern noch den letzten Daseinszweck. Und das im Geschäft unseres Vertrauens: Im Baumarkt. Dass wir unsere unumstössliche Rolle als Brötchengeber eingebüsst haben ist längstens bekannt. Frauen bekleiden zu Recht die Arbeitsplätze der Männerdomänen seit Jahrzehnten. Jennifer Beals als Schweisserin in Flashdance bediente anfangs der Achzigerjahre vielleicht noch eine verstaubte Phantasie von Ferrosexuellen, aber bereits DJ Tatana machte uns fünfzehn Jahre später schmerzlich bewusst, dass die letzte "Bastion Rechtsknöpfer" endgültig gefallen war.

Mein Vater zum Beispiel ging noch jeden Tag zur Arbeit, um uns zu ernähren. Heute verrichte ich lediglich noch "einen Job". Jobs - lernte ich in meiner Funktion als Zögling elterlicher Edukation - sind da, damit sich Studenten in den Semesterferien ein Zubrot verdienen können. Man wusch drei Wochen lang Pfandflaschen oder holte sich Schwielen an den Händen bei der Kartoffelernte. Aber keinesfalls waren Jobs dazu gedacht, sie länger als die paar Wochen zwischen den Semestern auszuüben.
Heute bedeutet Job Lebensunterhalt und Arbeit Freizeitbeschäftigung. Womit wir wieder beim Kern des Pudels, des goldenen angelangt sind.

"Du hast doch eine Bohrmaschine? Könntest du nicht gelegentlich - am Wochenende gleich - vorbeischauen und mir eine Schraube in die Wand dübeln, damit ich meinen Rembrandt endlich in den Salon hängen kann?"
Welcher Mann kennt sie nicht, diese Sätze aus Frauenmund? Wer kennt es nicht, dieses Gefühl des Gebrauchtwerdens? Wichtig dabei allerdings auch gleich: Sich rar machen. Den Marktwert künstlich erhalten: "Aber gerne, nur geht es dieses Wochenende leider gerade schlecht, habe ich doch - welcher Frau auch immer - versprochen zum Winter hin entweder ihre Segeljacht auszudocken und gleich noch von den Seepocken zu befreien oder die elektrische Zahnbürste zu reparieren." Natürlich immer mit der Ausrede dadurch einer zünftigen Kielholung zu entgehen. Die Bilder sind bekannt.

Nun kommen also die Baumärkte - unsere Freunde bis dato - und fallen uns in den Rücken indem sie Kurse für Frauen anbieten, in welchen sie lernen den Hammer zu schwingen, oder ohne Angst einer Winkelschleifmaschine ins glutrot gerötete Auge zu schauen. Innerhalb von zwei drei Stunden verlieren wir somit unseren letzten Zweck auf Erden.
Warum tun sie das? Haben sie in den Baumärkten entdeckt, dass Frauen das Kauflustgen in ihrer DNS haben?, Männer schaffen es, einen Laden zu betreten und unverrichteter Dinge wieder zu verlassen. "Wozu soll ich einen Zwanziger Steinbohrer mit Morsekonus (MK2), der auf meine Bohrmaschine passt kaufen, wenn ich einen Zwanzigkommafünfer brauche?"

Frauen kaufen IMMER etwas. Nicht nur in Schuhläden. "Ein Schraubenzieher mit fuchsiafarbenem Griff fehlt mir noch in meiner Dreierschraubenziehersammlung".

Nach den Massagestäben und den Schuhen, gehören somit hoffentlich auch Baumärkte bald in das Online Business. Wenn wir Männer Glück haben bleiben Frauen dann wieder den Baumärkten fern und wir können mit einem Schrei vor Glück in unsere geschützten Umgebungen zurückkehren.

Falls nicht..

DJ Brutalo sucht neues Betätigungsfeld. Hat vielleicht jemand eines abzugeben?

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Die letzte Schiesserei:

Wann: 6. Oktober 2013
Wo: Luthern (LU)
Tot: 2 (2013:15)
Verletzt: 1 (2013:10)
Quartett: Eifersucht, Familie


D J B r u t a l o @ S ç h n u l l i b l u b b e r.ç h (283/22)

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