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18. Juli 2008

Gurtenobligatorium

der Donnerstag bloss

Nun bin also auch ich am Gurtenfestival gewesen. 25 Jahre hat's gedauert. Auch wenn ich in der vergangenen Zeit am Haupthaar bereits etwas angraute, war das Staunen gross, schliesslich sind meine OpenAir-Erfahrungen (Festivals hiessen früher Open Airs) ordentlich verstaubt.
Ich betrat eine bunte Welt aus Werbung und Plastikbecher. Obwohl es vertrautermassen zwischenzeitlich auch wie aus Kübeln gegossen hatte, sah ich letztlich nicht ein, warum ich schlammdichtes Schuhwerk (aus meiner Reservistenzeit gerettet) an hatte. War doch kaum Morast an die mit Plastikdeckeln durchgehend gekachelte Erdoberfläche gedrungen. Meine Klamotten sind tags darauf immer noch so sauber, als wäre ich mit ihnen am Opernball gewesen.

Das Bier war schlecht, das Essen gut und die Musik hat alle Erwartungen erfüllt.

Die Tight Finks (oben) haben mit ihren Cheep Tricks - Feuer und Leuchtgirlanden - die Waldbühne mit dem allerfeinsten Punkrock aufgeblasen. Avarel war etwas aus dem Häuschen und ist wie eine Meerkatze auf dem Schlagzeug herumgeturnt. Alle drei hatten erwartungsgemäss frischgefönte Frisuren und rochen bis weit in das pogotanzende Publikum hinein nach den neuesten Trends der Pariser Parfümszene. Bei Songs wie "This Generation Sucks" oder "Heads are gonna Roll" wird man richtig sentimental.

Die Performance der Chemical Brothers (mitte) erinnerte mich daran, dass ich eigentlich schon lange mal LSD ausprobieren wollte. Die Show war zweifelsohne der Glanz der gesamten Veranstaltung. So eine Videowand will ich jetzt auch, die wünsche ich mir zum Geburtstag. Türme bestehend aus elektronischen Geräten (auch die will ich), in welchen sich zwei Männer (The Chemical Brothers ?) aufhielten und komische Bewegungen vortrugen als wären sie Gillbert und George, erinnerten stark an das Hochspannungslabor des Doktor Frankenstein.
Zwei Laserkanonen streuten unmotiviert Lissajousfiguren in das elektrisierte Publikum, für meinen Geschmack völlig überflüssig und sowas von eighties.

Etwas daneben und lange nach der Zubettgehzeit, musste noch zur Zeltbühne gepilgert werden dort gab es noch ein Rendezvous mit Anus (unten).

Fazit: Ich bin zwar jetzt nicht mehr der letzte Mohikaner, der noch nie am Gurtenfestival war, muss aber festhalten, dass ich offenbar der einzige Mann bin (ausser der Roche vielleicht) welcher sich die Haare unter den Armen nicht rasiert. Ich bin einfach zu faul dazu. Punkt.

Gut die Tight Finks sind noch jung (die haben noch keine), dass sich allerdings die Arschkobras von Turbonegro sich der Achselhaarrasur unterziehen... Wo sind wir denn? Geht jetzt das Age of Pamparius los? Verräter!

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Den Strom für die Chemical Brothers liefern TTHäbeni

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D J B r u t a l o @ s c h n u l l i b l u b b e r . c h

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