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dringender Blödsinnalarm
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16. Dezember 2005

Gott in Hamburg

Der Erstereiheparker des Himmelz

Als gläubiger Christ, fragt man sich gelegentlich welchen Wagen Gott denn fahren täte. Die Antwort steht in Altona, in einer Seitenstrasse der Thadenstrasse, in der ersten Parkreihe (wie sich das gehört). Es mag ja sein, dass sich Gott in Frankreich verpflegt, seine Karre auf jeden Fall steht anderswo.

Unschön wurde es, als ich mir ein Lichtbild von dem Gefährt auf die zerschundene Netzhaut meiner Digitalkamera ziehen wollte. Blitz, Donner und viel Schnee aus heiterem Himmel zeigten mir an, dass es uns Christen wohl auch verboten ist, Bildnisse göttlicher Fortbewegungsgeräte zu machen. Der Gedanke liegt nahe, dass Moses das entsprechende Gebot am Sinaï offenbar verloren gehabt haben muss.

Nachmittags wurde es dann trotzdem noch lustig. Dann nämlich, als ich guter Dinge und eine fröhliche Melodie pfeifend den Neuen Pferdemarkt abschritt, um am Schulterblatt eine Latte Machiato zu trinken, trat ich in einen herumliegenden Rossnagel.

Zum Glück war es keiner dieser Zukunftsfrösche, sondern ein echter Hufeisenbefestiger. Das heisst, ich musste mir kein schlechtes Gewissen machen ein Lebewesen gewaltsam in die Jagdgründe der Ewigkeit entsandt zu haben, sondern konnte meine Freude voll und Ganz auf die rostblutrote Nagelspitze lenken, welche sich zwischen zwei meiner Mittelfussknöchelchen einen Weg gebahnt hatte und lustig aus dem Oberleder meines linken Schuhes lugte.

Ein weitelel Quell del Fleude war das Klack-Geräusch welches Der Nagel verursachte bei jedem zweiten Schritt. Im frischen Schnee sah meine Spur bald einmal sehr mysteriös aus, erinnerte doch jeder zweite meiner Fussabrucke stark an die kaiserliche Hoheitsflagge der Japaner.
Etwas verunsichert beschloss ich die nächsten Apotheke aufzusuchen, dort fand der Spass ein jähes Ende. Mit einer Wasserrohrzange sicherte ein gerade dort anwesender Klempner das Beweisstück und der Apotheker versorgte mich mit Mull und reichlich Desinfektionsmittel welches natürlich brannte wie ein Gammelfleischdönergrüll.

Die Latte schlug ich mir denn schleunigst aus dem Kopf, ging nach Hause und beschäftigte mich der inneren Auskehr willen mit dem Aquavit, den ich Tags zuvor im Karomarkt mitlaufen liess.


D J B r u t a l o @ s c h n u l l i b l u b b e r . c h

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