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27. August 2008

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Dieses Schild sehe ich jetzt wieder jeden Morgen von der Gazelle aus und frage mich, woran mich das denn erinnert...

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Der Abend war wieder lang. In Nürnberg gibt es jetzt ein Lichtspieltheater, in welchem sie auch den Hollywoodmist in der Originalversion (OV) zeigen. Die Chance liess ich mir nicht entgehen und buchte einmal "The Dark Knight". Ihr wisst schon, diese Bildergeschichte von DC-Comics mit dem Fledermausmann im Latexkostüm.

Ich dachte, der Tonspur werde ich schon folgen können, denn zusammen mit dem Lesen der Untertitel, akustische Lücken zu schliessen kenne ich und habe ich mehrfach geprobt.
In der Schweiz geht man ja, wenn man was auf sich hält und seinen intellektuellen Charakter besonders hervorheben will, ausschliesslich in Originalversionen (mit Deutsch/Französischen Untertiteln). Um zusätzlich den Cineasten - der man ja ist - besonders hervorzuheben, bleibt man bis zum letzten Bild. Ich behaupte, zusammengezählt verbringt der vermeintliche Cineast bis zum Ende seines Lebens mehr Zeit damit, sich Abspanne anzuschauen, denn mit dem Geschlechtspartner zu verkehren. Wobei man gerechterweise auch den Umstand betrachten muss, dass sich im Verlauf des Lebens, die Prioritäten verschieben.

Ich schweife ab.

The Dark Knight ging also los und, man ahnt es bereits, ohne die stützenden Untertitel. Nach dem ersten Schreck dachte ich: "Na gut, ist ja eh ein Actionfilm, da wird sicher nicht viel gesprochen". Weit gefehlt. Es wird die ganze Zeit nur gelabbert und geblubbert. Den einzigen den ich so häbchläb verstand, war Alfred Pennyworth. Dummerweise, waren aber seine Monologe derart abgedreht, dass mir danach der Kopf rauchte.

Die Geschichte ist schnell erzählt: Der Gutmensch und moralische Langweiler kämpft in blinder Wut gegen den gewieften und witzigen Bösewicht.
Der Gutmensch (oder auch etwa: Superheld) scheut dabei die Öffentlichkeit, wohl weil er den Spott fürchtet. Selber schuld, wer läuft 2008 denn noch in diesem  lächerlichen wurstpellenähnlichen Ganzkörperaerobicanzug herum?
Der Bösian, ist ein vulgärer Rotnasenclown, der es derweil sehr wohl versteht, sich in Szene zu setzten. Terror (gähn) ist sein Rezept.
Als hätten die Wächter der Bibelschreibung das Drehbuch geschrieben, erklärt der Böse dem Guten, dass sie ohne einander nicht existieren können und gut ist. Weder das Böse noch das Gute wird ausgemerzt, so dass wir 2011 mit einer Fortsetzung rechnen dürfen.

Ganz umsonst war der Besuch aber nicht, denn es gibt in dem Film ein paar schöne Explosionen (ich liebe Explosionen!) und eine wunderbare Verfolgungsjagd (ich liebe Verfolgungsjagden!). Die Verfolgungsjagd hätte Geof Darrow (Hard Boiled) nicht besser hingekriegt.
Zu guter Letzt hatte ich den Eindruck, dass ich den Vortrag, welcher der Joker dem Batman am Schluss hält, bereits einmal gehört habe. Der todgeweihte hiess damals Bill und die Zuhörerin Beatrix Kiddo "Die Braut". Der Monolog benutzt die genaugleichen Wörter und ich behaupte er ist bei Tarantino geklaut.


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Die TTHäbeni Production musste leider sistiert werden.


D J B r u t a l o @ s c h n u l l i b l u b b e r . c h

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