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12. Februar 2005

Fussballignorant

unberechenbarer Groll

Das vergangene Wochenende verbrachten wir beiden Eichhörnchen von ASCOM auf getrennten Pfaden. Während ich mit meinen Lieblingsspaniern in Tehran Geburtstagsparties zelebrierte, an welchen übrigens grosse Teile der Iberischen Bevölkerung mit Telefonterror bedacht wurde, flüchtete mein Mithörnchen nach Sankt Moritz  zum Skiurlaub. Auf dem Bild kurz vor einer mehr als verbale Attacke eines Paparazzi.
Auf dem Flug von Dubai nach Züri anektötelte es dann offenbar auch ganz verdächtig. Schon beim Einsteigegate fielen unserem Protagonisten die vielen Fluggäste auf, welche in uniformer Nadelstreifenbekleidung zum Einsteigen anstanden und die Warteschlange zur Boa Konstriktor anwachsen liessen. Nach erfolgter Einsteigung musste er sich dann auch noch zu allem Überdruss seinen Platz in der Business Klasse verteidigen. Die nadelbestreiften, offenbar zur gleichen Firma gehörenden Geschäftsleute, zwängten sich nämlich alle in seine Nähe. Sein unmittelbarer Sitznachbar, eigentlich eher noch ein Jugendlicher denn ein Durchschnitts-Passenger der Geschäftsklasse,  beklagte sich im weiteren Verlauf über ein unbefriedigendes Resultat, worauf sich mein Mithörnchen ermutigt fühlte den Unzufriedenen zu fragen, ob sie denn einen Firmenausflug nach Dubai gemacht haben. Dem Ahnungslosen wurde dann vom einsilbigen Nachbar erklärt, dass sie von einem Fussballmatch kamen und er sich immer noch mit einer verpatzten Torchance beschäftigte.
Der immer noch ziemlich ahnungslose Protagonist mutmasste dann insgeheim, dass es sich bei dem Jugendlichen auf seinem Nachbarsitz um einen Spieler der U21 handeln musste und  kümmerte sich nicht weiter um  ihn.
Als er beim Aussteigen dann jedoch noch einen Alex Frei und einen Kubi Köhn aus der fliegenden Kiste aussteigen sah, fielen ihm die Schuppen kesselweise aus den Augen und er überlegte sich, ob er in Zukunft nicht vielleicht sein Wegwerfwissen in der Sparte Sport erweitern müsste.
Bis heute ungeklärt ist noch, mit wem denn nun mein Mithörnchen in trauter Zweisamkeit nach Zürich tuckerte und wahrscheinlich den Wunschfilm "Bend it like Beckham" kuckte. Die Information wird aber - sobald als vorhanden - nachgeliefert
Ungeklärt auch , warum der Prinz der Vereinigten Emirate unser Nati nicht in sein Harem einlud, wo sie wenigstens eine Nacht lang die Strapazen der Begegnung überbacken konnten.


D J B r u t a l o @ s c h n u l l i b l u b b e r . c h

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