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14. Juli 2014

Der Drops ist gelutscht

Havanagila
Endlich ist der Fussballweltmeister bekannt (die Redaktion gratulliert artig) und das ungetrübte Augenmerk kann wieder auf andere Schauplätze Schlachtfelder gerichtet werden. Die Feinde des Abendlandes hungern tags und schiessen halbherzig ihre Kassamsalven in die Orangenplantagen. Mit Hightech und Heilsarmeekarabiner scheint ihnen mühelos zugesetzt werden zu können.

Havanagila und Kumbaya vor den Toren Jerichos, sollen die elenden Schweinefleischverschmäher und Olivenkalterpresser in die Knie zwingen. Dies muss der pazifistische Sinn und Zweck des Chores der Israelischen Verteidigungskräfte sein. Auf den ersten Blick sicherlich ein löblicher Ansatz. Ich zweifle jedoch stark an der humanen Wirkung des Gesangs, wurde ich doch selber Opfer davon und musste die Schallplatte frühzeitig vom Plattenspieler nehmen, um nicht einem spontanen Ohrenkrebsbefall zu erliegen. In die Knie zwang sie mich allerdings.

Diese diplomatisch gemeinten Ansätze haben schon in Zeiten, als Asterix und Obelix noch die ewigen Wildschweingründe unsicher machten, nicht zur Völkerverständigung beigetragen. Lokale Schrullen wie "Wir können doch jetzt um 3pm keine Römer verprügeln, schliesslich ist Tea time", sprechen Bände. In Tat und Wahrheit folgen Kriege stets dem Diktum: "Zum Zangge bruuchts geng zwe". Darin unterscheidet sich Krieg übrigens nicht die Bono von Fussball, sei es in der Ukraine, in Nigeria, Sudan und wie sie alle heissen.

Gegner, Abwehr Richter
Fallen in den Trichter.
Mit Freistoßspray und Mörser
Erwischt es sie noch böser

Erscheinen diese Zusammenhänge nicht etwas gar zu einfach? Was sind den eigentlich die Gründe dafür, dass wir seit zig Jahren nie in Kriege verwickelt worden sind? Haben wir alle Hände voll damit zu tun, von den Konflikten in anderen, fernen Ländern zu profitieren oder ist es einfach dem Zufall zuzuschreiben, dass sich inmitten von Europa die Nationen nicht mehr gegenseitig durch kriegerische Handlungen Leid zufügen? Wenn ich den regierenden Aushängeschildern besagter Länder zuhöre, kann ich mir nur schwer vorstellen, dass die Kriegsgefahr durch politische und diplomatische Bemühungen gebannt werden kann und ich vermute sogleich eine geheime Kraft, die dies zustande bringt.
Verfrüht wäre es sicherlich dabei gleich an einen Gott zu denken. Warum auch sollte der oder die europafreundlich sein? Die Küste Norwegens war sicherlich aufwändig herzustellen, kein Zweifel, aber andere, durch Menschen hart umkämpfte Landstriche sind nicht minder reizvoll und man darf getrost davon ausgehen, dass eine schöpferische Gottheit ihre schützende Hand auch dort drüber halten würde.

Der Laie steht - was eigentlich Aufgabe der Wissenschaft ist - vor einem Rätsel.

D J B r u t a l o @ S ç h n u l l i b l u b b e r.ç h (293/29)

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