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11. März 2013

Alles in Butter

Analoggeraete

Die Welt in der wir leben mit deutscher Markenbutter nachempfunden. Heute: Aufputzlichtschalter (weiss)

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Am Sonntag wurde Thomas Minder ins Deutsche Fernsehen eingeladen, um an einer Polit Talk Show teil zu nehmen. Nach dem wuchtigen Erfolg der durch ihn lancierten Abzockerinitiative, an den Schweizerischen Abstimmngsurnen von vor einer Woche, hat nun auch die deutsche Politik Blut geleckt und verspricht sich ähnliche Erfolge in Deutschland.

Das Gespräch wurde dominiert durch eine Linksaussenpolitikerin und einem designierten Spitzenkandidaten (W.T.F.) einer mehrheitlich, freiheitlich Demokratischen Partei. Minder kam in der Runde kaum zu Wort. Obwohl die beiden Streithähne -hennen, politisch das Heu nicht auf der gleichen Bühne haben, taten sie sich etwas schwer dabei, dem Thema Abzocke die nötigen Aspekte abzutrotzen, um dem Gespräch den gewünschten Streitcharakter zu geben. Hinzu kam, dass der treuherzige Blick des freiheitlichen demokratischen Herren hündisch-starr auf den Rocksaum der Kontrahentin gerichtet war. Zeitweise hatte man als Fernsehzuschauer den Eindruck, dass die beiden bereits hinter der Bühne ordentlich gekungelt hatten.

Sind wir ehrlich, mit der Abzockerinitiative hat Minder eigentlich bloss den Populismus für die Sozialdemokratie wieder salonfähig gemacht. Das Geheimnis zum Erfolg lag einzig und alleine im Ansprechen der Rezeptoren in uns, welche für die Missgunst zuständig sind. Letztlich ist der Erfolg durch die gleichen Mechanismen begründbar wie die Erfolge von Ausländerinitiative und Minarettverbot. Die einen hätscheln den Neid und erzielen damit politische Erfolge, die anderen haben es mehr mit der Angst zu tun. Es ist somit nachvollziehbar warum am Ende gerade wieder nur dieses Produkt politischer Arbeit aus der Schweiz, im Ausland wahrgenommen wird.

Nachdem nun also die Partei der Parteilosen (Thomas Minder) gezeigt hat wie man´s richtig macht, ist jetzt der Ball wieder bei den Sozialdemokraten. Sie haben sich die Aufgabe gestellt eine Initiative mit dem Titel "1:12 - Für gerechte Löhne" an die Abstimmngsurnen zu bringen. Es soll in der Verfassung geregelt werden, dass innerhalb einer Firma das höchste Gehalt das Zwölffache des kleinsten Gehaltes nicht übersteigen darf. Eine ähnlich harte Kampfansage an die unanständigen Bezüge der Manager. Eine Gesetzgebung in diese Richtung zöge allerdings bereits grössere Kreise durch  die Lohntüten der Topmanager als es die Abzockerinitiative getan hat hoffentlich tun wird. Es ist davon auszugehen, dass diese Initiative schlicht dadurch zu Fall gebracht wird, dass jeder Einzelne Angst davor hat, es werde ihn auch treffen. Vor diesem Hintergrund und dadurch, dass des Volkes Neid gerade mit eine gehörige Portion Schadenfreude ein gesprüht wurde und somit erst einmal ruhig gestellt ist, wird es die Initiative "1:12 - Für gerechte Löhne" nicht leicht haben.

In Deutschland haben sich vor der Bundestagswahl die Kleinparteien eingefunden, um ein möglichst grosses Stück vom Erfolg eines vermeintlichen Abzockeverbotes (wie es das zänkische Volk in den Bergen vorgemacht hat) für sich zu verbuchen. Es sieht fast so aus, als verbrüderle sich der Kutscher mit dem Wagenknecht.

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Weitere einfache politische Erfolge in Zukunft könnten sein:

Reichtum für alle!
Altpolitiker dürfen sich nicht näher als in Sichtweite von Jungpolitikerinnen aufhalten. (Vielleicht nicht gerade ein Thema für die Linken)
Katholische Feiertage auch für Protestanten und Andersdenkende.  (besonders Erfolgversprechend in Ländern und Kantonen mit einer mehrheitlich protestantisch und andersdenkenden Bevölkerung)

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Die letzte Schiesserei:

Wann: 27.Februar 2013
Wo: Menznau (LU)
Tot: 3 (2013:8)
Verletzt: 7 (2013:9)
Quartett: noch unklar

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D J B r u t a l o @ S ç h n u l l i b l u b b e r .ç h (283)

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