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29. Juli 2015

Greisvandalen

Geriatager

Neulich sass ich in Bern in einem Tram der Linie neun und fuhr vom Bahnhof in Richtung Wankdorf. Neben mir, auf dem Einzelsitz unmittelbar hinter der zweithintersten Tür sass ein leicht verwahrloster Mann im Rentenalter. Als das Tram am Bahnhof losfuhr sah ich, dass besagter Mann einen blauen Stift (Ölkreide oder Farbstift) hervorkramte, womit er einen diagonalen Strich auf das Fensterbrett zog.
Er sah sich verstolen um, und unsere Blicke trafen sich kurz. Mit einem schelmischen Lächeln gab ich ihm zu verstehen, dass ich diesen Akt gröberen Vandalentums sehr wohl beobachtete.

Bei der übernächsten Haltestelle stieg er aus und verschwand zwischen zwei Häusern in einem der unzähligen Schlupflöcher der Berner Altstadt. Leider kam ich nicht mit ihm ins Gespräch und habe somit auch keine Ahnung, wozu er diese Markierung anbrachte. Später in einem anderen Tram dieser Linie sah ich ähnliche Markierungen an der selben Stelle.


D J B r u t a l o @ S ç h n u l l i b l u b b e r.ç h (306/35)

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Kommentare (7)

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29. Juli 2015 um 19:31

Thomas

Das sind Zigeuner-Zinken (Geheimzeichen) – Wikipedia
https://de.wikipedia.org/wiki/Zinken_(Geheimzeichen)
Der lange Strich bedeutet: hier gibt's nichts.

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29. Juli 2015 um 21:05

TLS74

Aber warum?

Tram zu langsam?
Schweizer Pleite?
Nur hässliche Leute?
Blatter?

Wieso? Shoe!

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30. Juli 2015 um 07:26

DJ Brutalo

@Thomas
wahrscheinlich hat der Pursche einfach ein öffentlich zugängliches WLAN schräg hinter sich ausgemacht und mit seiner Kriegskreide angekreidet.

@TLS74
Dass die Trambahn einen Blatten hatte glaube ich nicht. Daran, dass durch die Hitze vermehrt Männer in Sandaletten und kurzer Hose die Bürgerstiegen der bankrotten Schweiz betrampeln, ihre hässlichen Waden zur Schau stellen, daran könnte etwas Wahres sein. Zeigt doch der Blaue Pfeil entsprechende Rudimente gegen das ästhetische Wohlbefinden an.

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05. August 2015 um 00:35

schwäbisser

Naja, der Altamann wollte sich nur vergewissern ob sein Filzer stricht um die nächstgelegenen öffentlichen Dualetten gebührlich zu decorieren.

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05. August 2015 um 09:13

DJ Brutalo

In der Zwischenzeit werde ich das Gefühl nicht los, dass der Mann bloss (wie die meisten von uns) sein E-Egü-oder-e-Graf-Trauma verarbeitet, das er sich im Französischunterricht zuzog.

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07. August 2015 um 01:03

Yves

Ein Schildbürger! Die Markierung dient der Verortung des Einstiegsortes. Mehr nicht. Auch nicht weniger!

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07. August 2015 um 07:10

DJ Brutalo

Stimmt! Viel zu oft wird die Option "Schildbürger" ausser Acht gelassen.


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