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13. November 2014

Last Chance to See

die Ruhe vor dem Sturm

Der Titel ist eine Anlehnung an einen Buchtitel eines Buches von Douglas Adams. Adams schrieb darin die Erlebnisse einer Reise zu den Restbeständen der irdischen Fauna nieder. Er schrieb sie natürlich nicht mit einer herkömmlichen Feder, sondern mit einer, die er wohl aus einem Funny Bone gehauen hatte.

Ich hätte als Titel auch: "Das self made Rockfestival  geht weiter" schreiben können, oder: "Warum Rockmusiker keine Altersvorsorge haben". Die endgültige Titelwahl nahm ich gestern in der Electric Hall in der Umbaupause zwischen The Damned und Motörhead vor. Die einen bezeichneten sich als "bessere Punkband als die Sex Pistols" die anderen als die "LAUTESTE Rockband ever im Universum". Beide hatten natürlich recht - widersprich nie einem Rockmusiker! Vor allem dann nicht, wenn du mitten in einem in Jeans und Leder gehüllten, schwitzenden Mob steckst, in dem dir kaum die Luft zum atmen bleibt.

Während Captain Sensible(60) noch auffallend stilsicher in seinem Vivienne Westwood Anzug auf der Bühne herumturnte, hinterließ Lemmy(69) bei mir den Eindruck, dass er sich um seine Altersvorsorge nicht mehr all zu lange Sorgen machen braucht. Den Festivalpass für das Greenfieldfestival 2015 in Interlaken kaufe ich mir auf jeden Fall erst, nachdem ich weiss, dass der alte Haudegen im kommenden Winter nicht plötzlich die Seiten gewechselt hat und mit Freund Hein über die Wupper ging.
Denn der Wahrheit halber muss man sagen: Man geht an ein Morörhead Konzert nur wegen Lemmy. (Wer vor hundert Jahren einen Wanderzirkus mit Freaks und bärtigen Frauen besucht hätte, geht natürlich auch wegen den Fans). Die beiden Mitmusiker an Trommeln und Gitarre sind Koloratur. Ihre Solos/Soli/Solata wurden in der letzten Zeit allerdings immer wichtiger, denn währenddem einer der beiden alleine das Auditorium belärmte, konnte sich der Alte für ein Weilchen in sein Sauerstoffzelt(?) zurückziehen, um eine Marlboro zu rauchen. Musikalisch sind solcherlei Einlagen völlig unnötig. Das Gitarrensolo war gerade knapp erträglicher als gepfiffener Hardrock aus Hannover und die Schlagzeugeinlage der lautesten Band des Universums erscheint mit Sicherheit im Folterkatallog von Amnesty International.

Um das zum Schluss noch klar zu stellen: Nach D.A.F, Fehlfarben, Damned und Motörhead meint "Last Chance To See" nicht etwa, dass besagte Herren in Zukunft nicht noch weiter auf Tingeltour durch die Lande ziehen werden - mein Gott ich wäre der letzte der ihnen das nicht gönnen täte - vielmehr klinke ich mich aus diesen geschichtsträchtigen Ereignissen aus und gebe der Jugend den Vorzug.
Mein kleines selbstgebasteltes Herbstfestival soll somit am kommenden Freitag (huch das ist ja bereits morgen) in Thun im Mokka seinen würdigen Abschluss mit der Doppelplattentaufe von Fluff und AZIZ finden.
Die semiberühmten Rockbarden, wissen es normalerweise auch krachen zu lassen. Dass sie den Legendenzustand noch nicht erreicht haben, soll dabei nichts heissen. Wer weiss, ob ich dann in zwanzig Jahren zu meinen imaginären Enkeln sage: "Boah AZIZ gibt´s die immer noch? Die habe ich schon 2014 im Mokka gesehen."

Und? wer ist morgen mit von der Partie? Wenn ich gut drauf bin, zeige ich Euch auch die Stelle an meiner Hand, mit welcher ich Peter Hein auf dem Weg zur Toilette gestreift habe. Die Hand habe ich selbstredend seither nicht mehr gewaschen. 


D J B r u t a l o @ S ç h n u l l i b l u b b e r.ç h (296/29)

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